Bei E-Mail-Archivierung scheiden sich die Geister

Manche finden sie extrem wichtig, andere halten sie einfach nur für unnötig. Wenn es um E-Mail Archivierung für Unternehmen geht, dann habe Geschäftsführer meist ganz unterschiedliche Ansichten.

Eine Statistik besagt, dass die E-Mail-Archivierung 33,1% der Unternehmen sehr wichtig ist – und das sollte sie auch. Bei geschäftsrelevanten E-Mails ist eine Archivierung schließlich Pflicht. Unternehmen, die sich davor drücken sind mit einem hohen Risiko unterwegs.  Fast die Hälfte der Befragten, nämlich 41,3% sind der Meinung, dass E-Mail-Archivierung bloß ein Thema von vielen ist. Das bedeutet ungefähr übersetzt „E-Mail-Archivierung? Pflicht? Kümmer ich mich später drum …“ – und genau da liegt das Problem. Ganze 9,1% halten sie für komplett unwichtig. Die Frage ist nur, was diese Unternehmen für Beweise hervorbringen wollen, wenn es vor Gericht um einen geschäftsrelevanten Fall gehen sollte, der per E-Mail kommuniziert wurde. Ohne Beweise wird es sehr schwierig hier Recht zugesprochen zu bekommen und man geht also leer aus. Der Rest, der Befragten (33,1%) denken, es handle sich hierbei um ein wichtiges Thema. Und hier haben sie meiner Meinung nach die komplett korrekte Einstellung.

Wieso sollten wir uns also nicht an solch modernen und komfortablen Techniken bedienen, wenn sie uns zur Verfügung stehen? Ich verstehe Unternehmen nicht, die das Thema nicht ernst nehmen. Es geht hier schließlich auch um gesetzliche Absicherung.

Mal schauen wie die Quote in einer paar Jahren aussieht, wenn viele Firmen scherzhaft festellen „Hätte ich mal meine E-Mails archiviert, dann könnte ich jetzt beweisen, dass ich recht habe … .“

Retarus Eleven E-Mail-Archivierung Wichtigkeit

Retarus Eleven E-Mail-Archivierung Wichtigkeit

Das bizarre Museum der Malware

So unbeliebt kann Malware anscheinend gar nicht sein, denn nun wurde ihr ein eigenes Online-Museum gewidmet. Keine Angst das ist keine Plattform, über die Viren verbreitet werden, die euch z.B. zum Mitglied von BOT-Netzwerken machen, nein, eher eine Sammlung skurriler Viren-Funde aus einer anderen Zeit.

Die ausgestellte Malware stammt nämlich aus der Zeit der 80er- und 90er-Jahre und diente damals noch anderen Zwecken, als die Kontrolle über andere PCs zu übernehmen. Sie war eher dazu gedacht Chaos zu verbreiten und sich einen Namen in der Szene zu machen – je skurriler, desto besser. Außerdem wurde die komplette Vintage-Viren-Sammlung von den Betreibern der Webseite unschädlich gemacht. So kann man sich zwar noch die bunten und teilweise wirklich kreativen Animationen ansehen, aber Schaden können die Programme zum Glück nicht mehr auslösen.

Initiator des ungewöhnlichen Museums ist Mikko Hyppönen. Der beim Anti-Viren-Hersteller F-Secure arbeitende Finne machte bereits 2011 zum ersten Mal auf sich aufmerksam, als er die Erfinder des wahrscheinlich ersten MD-DOS-Virus ausfindig machte.

Seine Ergebnisse dokumentierte er in einem Film, den ich euch natürlich nicht vorenthalten will – viel Spaß!

Eichhörnchen sind die wahren Hacker

Stromausfälle kommen zum Glück nicht so häufig vor. Doch wenn es tatsächlich einmal passiert, dann ist nicht immer zwangsläufig ein technischer Defekt daran schuld.
Nagetiere – insbesondere Eichhörnchen – entpuppen sich nämlich mittlerweile als gefährliche Hacker für Stromnetze und digitale Infrastrukturen. Das belegt die Internetseite cybersquirrl.com in mehr als 450 dokumentierten Fällen, die auf einer Karte eingetragen sind. So auch passiert in Elsterwerda, Brandenburg, als ein Eichhörnchen für einen leichten Brand in einer Trafostation sorgte. Das possierliche Nagetier hatte sich wohl Zuritt zu dem Gelände verschafft und sei gegen die Anlage gesprungen, was anschließend für einen Kurzschluss sorgte. Es dauerte 2 Stunden bis die Stromversorgung wieder komplett stand.
Es handelt sich momentan also eher nicht um Saboteure und Hacker, die für Ausfälle in Infrastrukturnetzen sorgen. Nagetiere bleiben meist unerkannt, da sie in vielen Fällen durch die kleinsten Nischen dringen und doch erheblichen Schaden anrichten können. Man sieht also, wie sensibel solche Netze auf kleinste Einwirkungen reagieren können. Hätten es Hacker nun also zukünftig auf unsere Energieversorgung abgesehen, so mag man sich gar nicht ausmalen, was das für Konsequenzen haben könnte. Besonders Kernkraftwerke stellen ein hohes Gefahrenpotential dar.
Man sollte also in Zukunft stärker die Augen offen halten und vorsorgen, denn es ist nicht gesagt, dass es bei Angriffen von Eichhörnchen, Ratten und Co. bleibt – Cyberkriminalität kennt leider keine Grenzen.

Eichhörnchen